Der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität (UKM) der Gemeinde Grefrath hat in seiner Sitzung am 10. Februar 2026 einen wichtigen Beschluss gefasst: Bei Neu- und Ersatzpflanzungen in öffentlichen Grünanlagen und Parks sollen künftig bevorzugt einheimische sowie klimaresiliente Pflanzenarten verwendet werden. Grundlage des Beschlusses war ein gemeinsamer Antrag der Fraktionen Bündnis90/Die Grünen, SPD und GOVM im Rat der Gemeinde Grefrath, die damit einen Impuls der Initiative „Grefrath kann Klima“ aufgriffen. Der einstimmig verabschiedete Antrag zielt darauf ab, die biologische Vielfalt zu stärken und gleichzeitig die Anpassungsfähigkeit der Grünflächen an den Klimawandel zu verbessern.
Der Beschluss sieht vor, dass bei der Auswahl von Kräutern, Stauden und Ziersträuchern sowohl der ökologische Nutzen für die heimische Tierwelt als auch die Widerstandsfähigkeit gegenüber klimatischen Veränderungen berücksichtigt werden. Einheimische Pflanzenarten, die in enger Wechselwirkung mit Insekten, Vögeln und anderen Lebewesen stehen, bieten nicht nur Nahrung und Lebensraum, sondern tragen auch zur Stabilität der Ökosysteme bei. Gleichzeitig ermöglicht der Antrag die Nutzung nicht-heimischer Arten, sofern diese klimaresilient und biodiversitätsfördernd sind.
„Mit dem nun gefassten Beschluss setzen wir einen klaren politischen Rahmen, ohne die notwendige fachliche Flexibilität der Verwaltung einzuschränken. Der Beschluss schafft eine klare Leitlinie und Verbindlichkeit, stärkt bestehendes Handeln und gibt der Verwaltung für die Zukunft den notwendigen Rückenwind.“, so Maren Rose-Hessler, Co Fraktionssprecherin der Grünen im Rat der Gemeinde Grefrath und Mitglied im UKM.
„Der Antrag zeigt den Stellenwert, den die Biodiversität im kommunalen Alltag einnehmen soll. Mit diesem Beschluss setzen wir ein klares Zeichen für Naturschutz und die Artenvielfalt in unserer Gemeinde“, erklärt Ausschussvorsitzende Dr. Heidrun Jäger, Grüne Grefrath. „Öffentliche Grünanlagen prägen unser Ortsbild und wirken bis in private Gärten und Balkone hinein. Indem wir ökologische Kriterien bei der Bepflanzung priorisieren, übernehmen wir eine wichtige Vorbildfunktion und stärken das Bewusstsein für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.“
Die Gemeinde Grefrath ist seit Kurzem Mitglied im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“, das sich für artenreiche Naturräume im Siedlungsbereich und in der freien Landschaft einsetzt und Kommunen bei der Umsetzung nachhaltiger Artenschutzmaßnahmen durch Informationen, Fortbildungen und Vernetzung unterstützt. Das Projekt N.A.T.U.R. (Nachhaltiger Artenschutz durch Theorie & Umsetzung im besiedelten Raum) bietet dabei konkrete Handlungsempfehlungen und Praxisbeispiele, an denen sich die Verwaltung orientieren kann.